Rosen

1. Der richtige Standort

Eine Rose kann noch so gut gewässert, gedüngt und geschnitten werden – fühlt sie sich an ihrem Standort nicht wohl, ist alle Mühe umsonst. Alle Rosen lieben die Sonne und gedeihen deshalb besonders gut in Beeten, die sich an der Südseite des Hauses befinden. Allerdings sollten Sie Ihre Rosen nicht direkt an die Hauswand pflanzen, da die starke Sonneneinstrahlung, die durch die Reflektion des Gebäudes noch verstärkt wird, die Luft sehr stark erhitzt und austrocknet. Hier verbrennen die Blätter leicht und die Blüten welken schneller.

Auch die Gefahr eines Befalls mit Rosenkrankheiten und Rosenschädlingen steigt. Absonnige Standorte werden zwar auch toleriert, aber die Pflanzen sollten zumindest diffuses Licht abbekommen. Auch Wanderschatten wird gut vertragen, jedoch sollte der Pflanzplatz sich mindestens fünf bis sechs Stunden pro Tag in der Sonne befinden. Beobachten Sie deshalb am besten im Vorfeld den Sonnenverlauf in Ihrem Garten und denken Sie – falls Sie in der Nähe neue Gehölze pflanzen wollen – daran, dass diese die Lichtverhältnisse im Garten mit der Zeit verändern können. Ein späteres Umsetzen der Rose ist zwar möglich, die Anwachswahrscheinlichkeit sinkt aber, je älter die Pflanze ist.

2. Geben Sie Ihrer Rose den perfekten Boden

Rosen gedeihen am besten in einem mittelschweren, lehm-, humus- und sandhaltigen Boden, da dieser nicht nur Nährstoffe und Wasser gut halten kann, sondern auch durchlässig und locker ist. Zwar liest man oft, dass Rosen einen schweren Lehm- oder Tonboden benötigen, dieser ist aber tatsächlich eher ungünstig, da er das Wasser im Wurzelbereich der Pflanze staut und Rosen sehr empfindlich auf Staunässe reagieren. Solch schwere Böden sollten Sie mit Sand verbessern. Hierzu wird in die obere Bodenschicht (etwa zehn Zentimeter tief) Sand eingearbeitet. Dadurch wird der Boden durchlässiger, der Lufthaushalt verbessert sich und die Rose kann leichter Wurzeln schlagen. Ist der Boden im Gegenteil zu leicht und durchlässig, können Sie durch Untermischen von Lehm, Bentonit oder Humus dafür sorgen, dass er das Wasser und auch die durch Düngung verabreichten Nährstoffe besser halten kann. Wenn Sie etwas Kompost einarbeiten, wird die Rose zugleich besser mit Nährstoffen versorgt.

3. Rosen düngen

Damit Rosen üppig blühen, benötigen sie reichlich Dünger, denn sie gehören zu den Starkzehrern. Vor allem wurzelnackte Rosen aber auch Containerware wird im ersten Jahr nach der Pflanzung mit einem organischen Dünger versorgt, zum Beispiel mit Kompost, Humus oder Hornspänen. Diesen können Sie bereits bei der Pflanzung in den Boden einarbeiten (siehe auch Tipp 2), um der neuen Rose einen optimalen Start zu geben.

Wichtig dabei: Streuen Sie den Dünger nicht direkt ins Pflanzloch, sondern arbeiten Sie ihn erst nach dem Setzen der Pflanze in die obere Bodenschicht ein. Der organische Dünger sorgt dafür, dass die Pflanze zunächst einmal richtig anwächst und kräftige Wurzeln bildet. Ist Ihr Boden zu sauer, sorgt etwas Algenkalk dafür, dass der pH-Wert wieder ausgeglichen wird. Generell bevorzugen Rosen einen neutralen bis leicht sauren Boden. Ab dem zweiten Standjahr sorgt eine Gabe organischen oder mineralischen Rosendüngers im März/April und nach der ersten Blüte im Juni/Juli dafür, dass die Pflanze kräftig blüht.

Die richtige Pflege im Sommer

Die Sommermonate Juni und Juli sind für Rosenliebhaber die schönste Zeit des Gartenjahrs, denn jetzt zeigen die Pflanzen endlich ihre farbenfrohen Blüten. Damit man sich über einen reichen Blütenflor freuen kann, bedarf die Rose aber steter Beobachtung und will gut gepflegt sein. Neben dem regelmäßigen Ausputzen des verblühten Flors steht während des Sommers vor allem die Blattgesundheit im Vordergrund. Ein optimaler Standort und Düngergaben zum richtigen Zeitpunkt (siehe auch Tipp 3) leisten hier einen großen Beitrag, um Blattpilze wie Rosenrost, Mehltau oder Sternrußtau zu verhindern.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Wässern: Achten Sie darauf, dass das Laub nicht zu nass wird, denn das fördert den Pilzbefall. Wässern Sie vor allem in den frühen Morgenstunden, damit feuchte Blätter nicht in der Sonne verbrennen. Vor allem in heißen Sommern mit längeren Trockenperioden benötigen Rosen eine ganze Menge Wasser. Gießen Sie die Pflanzen dann am besten einmal ausgiebig, anstatt immer mal wieder kleine Wassermengen zu geben. Halten Sie außerdem im Sommer den Wurzelraum der Pflanze frei von Unkraut und achten Sie darauf, dass sich der Boden um die Rose nicht zu stark verdichtet. Der Grund: Die Wurzeln sind sehr luftbedürftig. Es lohnt sich also, ab und zu mit der Hacke oder einer speziellen Rosengabel den Boden aufzulockern.

5. Rosen im Spätwinter schneiden

Im späten Winter oder zeitigen Frühjahr ist der richtige Zeitpunkt, um beherzt zur Rosenschere zu greifen und die Rosen mit einem Schnitt zu verjüngen. Wann genau, erkennen Sie daran, dass die Augen anschwellen, rot werden und die neuen Triebe etwa einen Zentimeter lang sind. Erfrorene, kranke, beschädigte oder gar abgestorbene Triebe sollten Sie bis ins gesunde Holz zurückschneiden. Die Schnitttechnik variiert dabei je nach Rosenklasse.

Beet- und Edelrosen schneidet man etwa fünf gut verteilte, kräftige und gesunde Triebe auf 15 bis 25 Zentimeter Länge über dem Boden zurück und entfernt die übrigen, vergreisten oder schwachen Zweige ganz. Kletterrosen blühen nicht an den Hauptrieben, sondern an kurzen Seitentrieben. Deshalb kürzt man bei ihnen einen Teil der Seitentriebe, an denen die Pflanze im letzten Jahr geblüht hat, auf circa fünf Zentimeter Länge ein. Gut entwickelte Seitentriebe kann man auch ungeschnitten lassen und flach herunterbinden, um die Bildung blühender Seitentriebe zu fördern. 

Richtig pflanzen

Richtigen Zeitpunkt abwarten

Viele von uns können den Beginn des Gartenjahrs kaum abwarten. Doch Vorsicht ist geboten, da viele „Sommer“-Pflanzen kalte Temperaturen nicht vertragen. Wer seine Pflanzen zu früh auspflanzt riskiert deren Tod durch späte Fröste. Ein bekannter Zeitpunkt nach dem ausgepflanzt wird sind die „Eisheiligen“ Mitte Mai. Danach sind kaum mehr Fröste zu erwarten.

Boden vorbereiten

Pflanzen haben ganz unterschiedliche Anforderungen an den Boden und die enthaltenen Nährstoffe.

PH-Wert

Saure Böden werden nicht von allen Pflanzen vertragen und einige können dadurch eingehen. Andere wie Hortensien oder Blaubeeren lieben sauren Boden und fühlen sich dort pudelwohl.

Stark-/Mittel-/Schwachzehrer

Hierbei handelt es sich um die Menge an Nährstoffen die Pflanzen benötigen. So ist ein frisch gedüngtes Beet herrlich für Starkzehrer. Manche Schwachzehrer wie z.B. Wurzelgemüse sollten jedoch nicht in frischem Dünger wachsen. Für eine gute Menge an Dünger für jeden Typ eignet sich eine Anbaurotation (siehe Artikel Beetplanung).

NPK Dünger

Pflanzendünger setzen sich in der Regel aus Natrium, Phosphat und Kalium zusammen. Wobei diese in Pflanzen für unterschiedliche Wachstumsbereiche zuständig sind. So ist … für das Blütenwachstum zuständig, während … zum Ausbilden von Blättern benötigt wird und … beim Wurzelwachstum von Nöten ist. Welchen Dünger man für bestimmte Pflanzen nutzt kann man somit selbst anhand der Zusammensetzung feststellen. Es sollte jedoch gesagt sein, dass jede Pflanze am Ende ein wenig von allem benötigt.

Hilfsmittel

Generell gibt es viele Meinungen zu Hilfsmitteln die man nutzen kann. Hierbei kommt es auch auf die Bedingungen und die eigenen Ziele an. Wenn es in der Gegend oft regnet und die Tomaten nicht abtrocknen können sollte zum Beispiel ein „Regenschutz“ vorgesehen werden. Anders verhält es sich bei Schneckenschutzmitteln, bei denen jeder ein eigenes Hausmittel hat und wovon manche einfach einen selektiven Anbau enthalten. Bei der Verwendung von Gewächshäusern und Tunneln muss die Belüftung und der Wasserhaushalt beachtet werden, im Gegenzug können diese Hilfsmittel jedoch wärmeliebenden Pflanzen zu einem besseren Wachstum/Ertrag verhelfen.

Gießen

Nachdem alle äußeren Umstände des Pflanzvorgangs besprochen wurden, noch ein paar Tipps zum Gießen. Wenn die Pflanzen Zugang zum Grundwasser haben und somit nicht im Topf gepflanzt sind, bietet es sich an sie zu „erziehen“. Damit ist gemeint die Pflanzen daran zu gewöhnen sich das Wasser selbst zu suchen. Durch ein eher verhaltenes Gießverhalten lernen die Pflanzen, dass das Wasser in der Tiefe und nicht an der Oberfläche vom Gärtner kommt. Dies erspart einem im Sommer einige geschleppte Gießkannen.

Wir hoffen, dass wir euch mit unserem Beitrag helfen konnten und freuen uns schon auf unseren nächsten Stammtisch mit euch.

Beetplanung

Zuerst stellt sich wahrscheinlich für viele von uns die Frage:

Warum sollte ich mein Beet im Vorraus planen?

Die Antwort darauf ist vielschichtig und geht oftmals Hand in Hand mit den einzelnen Gesichtspunkten der Beetplanung. Generell kann jedoch gesagt werden, dass es die Entscheidungen beim Kauf/Vorziehen von Pflanzen vereinfacht/verbessert. In Gemüsegärten können durch geschickte Mischkulturen und Anbaurotationen zusätzlich bessere Erträge erzielt werden.

Vorbereitung

Gegebenheiten des Gartens

Im ersten Schritt geht es jedoch zunächst um die Vorbereitung der Beetplanung durch die Erfassung der Umstände im betreffenden Garten/Beet. Dazu gehören die Größe der Beete, die Lichtverhältnisse, sowie die Bodenbeschaffenheit. Dies ist wichtig, da zum Beispiel ein schattiger Garten nur den Anbau bestimmter Pflanzen erlaubt.

Ziele setzen/ermitteln

Sobald die Umstände erfasst sind können die eigenen Ziele formuliert werden. Diese sollten sich an den möglichen Gegebenheiten orientieren. Am Besten ist es hier die Ziele nach Wichtigkeit zu sortieren und dann bei der Planung entsprechend zu berücksichtigen.

Planung

Damit sind wir die Vorbereitung zur Beetplanung abgeschlossen und kommen zum eigentlichen Teil der Planung.

Mischkulturen

Unter einer Mischkultur versteht man die vorteilhafte Nachbarpflanzung bestimmter Pflanzen. Bekannte Beispiele hier sind:

  • Karotten/Zwiebeln: Hier vertreiben beide gegenseitig jeweils die Karotten-/Zwiebelfliege.
  • Mais/Bohnen: Der Mais bietet den Bohnen ein „Rankgerüst“. Im Austausch reichern die Bohnen den Boden mit Stickstoff an der für den Mais wichtig ist.
Andererseits werden durch Mischkulturtabellen auch schlechte Partner aufgezeigt. Zum Beispiel können Pflanzen einer Familie einander Krankenheiten übertragen, auch wenn es sich dabei um ein anderes Gemüse handelt.

Anbaurotation

Pflanzen haben zum einen Anforderungen an den Boden (Stark-/Mittel-/Schwachzehrer), aber auch die Anbaupausen müssen bedacht werden. Ein Beispiel hierfür ist der Kohl welcher mit 4 Jahren eine sehr lange Anbaupause braucht. Wenn beide Punkte zusammengefasst werden, ergibt sich daraus die Anbaurotation. Dabei geht es darum im 3-4 jährigen Rythmus den Typ aber ach die Art der angebauten Pflanzen zu ändern.

Platzanforderung

Viele von uns wollen so viel wie möglich anpflanzen. Jedoch sollte hierbei nicht vergessen werden, dass viele Pflanzen einen gewissen Platzbedarf haben. Eine zu enge Bepflanzung kann zu schlechteren Ergebnissen führen. So vergisst man zum Beispiel schnell wie weit manche Kartoffeln sich unterirdisch verbreiten und somit die Nährstoffaufnahme anderer Pflanzen behindern.

Lichtbedürfnisse

Ebenso wie manche Pflanzen wahre Sonnenanbeter sind, so existieren auch die Schattenliebhaber. Wenn die Möglichkeit besteht allen entsprechendes Plätzchen zu sichern, so sollte dies auch bedacht werden.

Besonderheiten

Zuletzt sollten auch die Besonderheiten der Pflanzen beachtet werden. Ein gutes Beispiel ist hierfür das Verhältnis zu Feuchtigkeit von Tomaten und Gurken. Beide werden gerne im Gewächshaus gehalten. Jedoch bevorzugen Tomaten ein trockenes und Gurken ein feuchtes Klima und eignen somit nur bedingt dazu sich ein Gewächshaus zu teilen.

Planungsmethode

Um alles in einem Beetplan zu erfassen sollte man zuerst einen maßstabsgetreuen Plan zeichnen. Dieser sollte nicht zu klein sein um Platz zum Notieren der Pflanzen zu lassen. Aus eigener Erfahrung eignet sich 4cm = 1m auf einem groß karierten Blatt sehr gut. Danach können mit den oben genannten Kriterien die Pflanzen im Beet „verteilt“ werden.

In diesem Sinne viel Spaß beim Puzzeln und Planen.

Zimmerpflanzen umtopfen

Wann?

Nach der Ruhezeit bei Blühpflanzen (Clivia, Flamingoblume, Usambaraveilchen, Orchideen, Kakteen, u.a.) und Grünpflanzen, also meistens jetzt.

Woran erkenne ich, dass die Pflanze umgetopft werden muss?

  • Grobes Missverhältnis zwischen der Größe des Topfes und der Pflanze
  • Viele Wurzeln sind oben und im Topf sichtbar, wachsen aus dem Abzugsloch
  • Hoher Wasserverbrauch in kurzen Abständen
  • Kaum Blüten, geringes Wachstum und kleinere Blätter
  • Letztes Umtopfen länger her als zwei Jahre

 

Was muss vorbereitet werden?

  • Blumentöpfe – 1 Größe größer als der alte Topf (gebrauchte gründlich säubern, neue einweichen)
  • Zimmerpflanzen- oder/und Kakteenerde (kann man selbst mischen), Orchideensubstrat, je nach Pflanze
  • Tonscherben
  • evtl. scharfes Messer

 

Wie geht man vor?

  • Pflanze austopfen, Erde etwas abschütteln, falls möglich und gewünscht teilen, abgestorbene Wurzeln abschneiden(scharfes Messer), evtl. Pflanzentriebe einkürzen
  • In den Topf Tonscherbe mit der Wölbung nach oben über das Abzugsloch legen, etwas Erde darauf geben
  • Pflanze hineinhalten, 1-2 cm Gießrand berücksichtigen, lockere Erde einfüllen und dabei Topf öfter leicht auf die Unterlage stoßen mit den Fingern leicht andrücken, Gießrand formen
  • Vorsichtig angießen -> Danach Pflanzen für 14 Tage nicht in die Sonne stellen, nur bei Bedarf gießen (Fingerprobe!), erst nach 4– 6 Wochen düngen.

 

Beim Umtopfen von Orchideen wird das alte Substrat vor dem erneuten Einpflanzen ganz abgeschüttelt. Nach dem Umtopfen erst nach 2 – 4 Wochen (je nach Pflanzengröße) vorsichtig tauchen.

Bei Weihnachtssternen, Primeln, Azaleen u. a. lohnt eine Weiterkultivierung der Pflanze nach der Blüte nicht! Man muss sich von ihr trennen.

Kübelpflanzen nach dem gleichen Verfahren erst Ende des Monats umtopfen, manche Pflanzen vertragen auch einen leichten Rückschnitt der Wurzeln und passen dann wieder in den alten Topf (z.B.Wandelröschen). Die Pflanzen danach hell und wärmer, aber frostfrei aufstellen, regelmäßig gießen,erst nach 6 Wochen düngen.

Zu Saatgut, Keimprobe und Sprossen im Winter

Samen haben eine begrenzte Keimfähigkeit, d.h. sie können nach einiger Zeit keinen Keim mehr bilden. Petersilie keimt nur ca. 2 Jahre, Tomatensamen ca. 8 Jahre, vorausgesetzt Sie haben die geschlossenen oder schon geöffneten Samentütchen frostfrei, aber kühl und trocken gelagert.

Sie haben außerdem kein Mindesthaltbarkeitsdatum oder Kaufdatum notiert?

Da hilft nur die Keimprobe:
Auf ein Teller mit feuchtem Küchenkrepp legen Sie 10 Samenkörner und halten sie feucht
(>Sprühflasche) an einem Ost- oder Westfenster bei Zimmertemperatur. Je nach Art sollten die Keimlinge nach 3-6 Wochen zu sehen sein. Nun liegt es an Ihnen, ob Sie den Samen noch verwenden wollen. ́Geht nur die Hälfte auf ́(50%), lohnt bei Gemüse die Aussaat ins Freie nicht mehr (Feldsalat u.a.). Andernfalls müssen Sie sich überraschen lassen!

Übrigens passt diese Methode auch zum Ankeimen von Spezialsamen für Sprossen von Kresse, Radieschen, Alfalfa u.a. Sie sollten dicker säen und während der Keimung ab und zu viel Wasser zugeben und gleich wieder abgießen! Kinder übernehmen gerne – nach Anleitung – diese leichte Aufgabe. Erfolg macht stolz und schließlich schmecken Sprosse auf dem Pausenbrot und sind soo gesund!

Blütenpracht mitten im Winter: die Zaubernuss

Fehlt im Winter der Schnee, wie es im Flachland meist der Fall ist, sind unsere Gärten optisch ziemlich eintönig grau. Abhilfe kann dabei ein spektakulärer Winterblüher aus der Gattung der Hamamelis in den Garten „zaubern“: die ZAUBERNUSS. Die beigefügten Bilder aus dem wunderschönen Privatgarten unserer begeisterten Pflanzenliebhaberin Brita Russ, visualisieren die Pracht dieses Winterblühers auf eindrucksvolle Weise.
Die Elternpflanzen der heutigen Zuchtformen stammen ursprünglich aus Japan und China und fanden in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts den Weg nach Europa. Bei den Indianern Nordamerikas wurden die Blätter und Rinde medizinisch genutzt.
Die Blütezeit ist sortenabhängig und beginnt im Dezember (z.B. „Hamamelis Intermedia“). Wer neben der Freude über die Blüten im Winter etwas Gutes für unsere Insekten tun will, pflanzt spätblühende Sorten (z.B. „Carmine Red“). Die Herbstfärbung der Blätter ist neben der Blütezeit ein weiterer Höhepunkt im Pflanzenzyklus. Einige Sorten begeistern uns zusätzlich durch ihren Duft – die Sorte „Moonlight“ ist dafür das beste Beispiel.
Zusammenfassend lässt sich festhalten:

  • Winterblüte
  • Nahrung für Insekten
  • Duft
  • Medizinische Nutzung

sprechen dafür, diese Pflanze in den Garten zu holen, getreu unserem Motto:
Vorfahrt für NaturImGarten

Gemüsegarten im Winter planen

Das Gartenjahr ist größtenteils rum und der Garten bis auf das Wintergemüse im Winterschlaf. Damit ist die Zeit gekommen sich einen Plan für das nächste Jahr zu machen. Damit dies einfacher fällt haben wir eine Liste mit Fragen zusammengestellt, die dir helfen soll gut vorbereitet in das nächste Gartenjahr zu starten:

  • Welches Gemüse und viel davon möchte ich anpflanzen/ernten?
  • Welche Sorten sollen es dieses Jahr werden? Neue oder doch lieber altbewährte oder vielleicht eine ertauschte Sorte?
  • Brauche ich neue Beete und wo sollen sie angelegt werden? Hier sollte man sich auch immer fragen, wie viel kann ich stemmen?
  • Wie sieht es mit der Fruchtfolge in meinem Garten aus? (Starkzehrer -> Mittelzehrer -> Schwachzehrer -> Gründüngung)
  • Was eignet sich als Mischkulturpartner oder wer kann sich unter den Gemüsearten gar nicht ausstehen?
  • Kann ich meine Aussaaten staffeln um eine stetige kleine Ernte anstatt einmal einer großen Schwemme zu ernten?

Wie man sieht gibt es im Winter zwar wenig im Garten selbst zu tun, die Vorbereitungen laufen jedoch schon auf Hochtouren. In diesem Sinne wünschen wir allen frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr. Wir freuen uns schon auf einen Neuanfang im kommenden Frühling, wenn die Gartensaison wieder startet.

Winterschutz und Frühjahrsvorbereitungen im Herbst

Für Beides ist jetzt höchste Zeit, falls die anfallenden Arbeiten noch nicht erledigt wurden.
Die ersten leichten Frostnächte liegen hinter uns und empfindliche Pflanzen sollten bereits
ins Winterquartier umgezogen oder Winterschutz bekommen haben. Das trifft vor allem für
folgende beliebten Blühpflanzen zu: Oleander, Engelstrompeteten (Brugmansia), indisches
Blumenrohr (Canna). Rosen verbleiben im Freien, kriegen aber Winterschutz (Daxen) und
Anhäufeln von Erde incl. der Veredelungsstelle.

Gefrierendes Wasser im Freien zerstört Gefäße, Leitungen etc. deswegen: Schläuche, Wasserleitungen, Pumpen, Regentonnen im Freien entleeren und einwintern.

Bei der Beetepflege samentragende Stengel als Vogelfutter und Überwinterungsmöglichkeit für Insekten stehen lassen. Abgefallenes Laub als Mulchschicht und Winterschutz um Stauden und auf Beeten parken. Laub anhäufeln an ruhigen Gartenecken und als Winterquartier für Igel, Käfer und Spinnen vorhalten. Kübelpflanzen dürfen nicht komplett durchfrieren, sonst droht Austrocknung.

Herbstzeit ist bekanntlich Pflanzzeit – für den Frühjahrsflor wird jetzt die Basis gelegt. Kaltkeimer wie bspw. Stockrosen und Akelei gehören jetzt in den Boden. Bis zum Frühling
sind es nur noch vier bis fünf Monate, wenn aus im Herbst gepflanzten unscheinbaren Zwiebeln Tulpen, Traubenhyazinthen und Narzissen werden. Die Erstellung eines Pflanzplans kann gegen Wintertristesse helfen, ebenso das Wälzen von Saatgutkatalogen. Überlegungen, ob die Pflanzenauswahl im eigenen Garten den Herausforderungen des Klimawandels standhält machen Sinn, bspw. ob der Rasen künftig zunehmender Trockenheit standhält und ob nicht mehr Blühpflanzen der bedrängten Insektenwelt helfen könnten?

Gartengeräte Pflege – sämtliche Geräte sollten vor dem Winter von Schmutz befreit werden, einölen der Gerätschaften macht Sinn. Akkus müssen frostfrei gelagert werden. Töpfe sollten mit heißem Wasser gereinigt werden, bei Bedarf sollten Kalkablagerungen mit Essig behandelt werden. Pflege heißt auch, dass kranke Pflanzenteile (Schimmel!) und Fruchtmumien in die Gründe Tonne gegeben werden. Wenn Pflanzen von Schimmel Pilzen (Monilia) befallen sind, keinesfalls in den eigenen Kompost geben, da hier die Temperaturen zum Abtöten der Erreger höchstwahrscheinlich zu gering sind.

Wir wünschen allen Gartlern viel Spass mit ihrem Garten-Hobby und kommen Sie ebenso
wie Ihre Pflanzen gesund über den Winter!
Co.: M.A./03.11.2021

Tomaten nachreifen

Während dem regenreichen Sommer 2021 fielen viele Tomaten der Kraut- und Braunfäule zum Opfer. Wer das Glück hatte dieser zu entkommen, musste jedoch feststellen, dass viele Tomaten dieses Jahr erst sehr spät gereift sind. Mit den nässeren und kälteren Bedingungen im Oktober wird es zunehmend schwieriger für die Tomatenpflanzen und es empfiehlt sich sie zu entfernen. Wenn man die Pflanzen noch nicht abräumen will, empfiehlt es sich ab Mitte September die Blüten zu entfernen und das Düngen einzustellen.

Doch was tun mit all den grünen Tomaten?

Auch wenn die Tomaten noch nicht reif sind, können sie im Haus nachgereift werden. Dazu die Tomaten am besten flach ausbreiten und an einem dunklen Ort lagern. Wenn bei den Pflanzen schon Kraut- und Braunfäule bestand, sollten die Tomaten regelmäßig auf Fäulnis untersucht werden und befallene Früchte entfernt werden. Zwar werden diese Tomaten nicht so schmackhaft sein, wie die an der Pflanze gereiften, doch ist es eine gute Möglichkeit die Früchte zu retten.